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[02.02.2012]
Cover Me
Mittlerweile gibt es 17
Studioalben von Bruce Springsteen, wobei ich "Wrecking
Ball" mitzähle, obwohl es erst am 6. März erscheint.
Damit ist es definitiv Zeit für das ultimative Ranking
der Plattencover von Bruce Springsteen:
[28.01.2012]
Großer Bahnhof
Als ich letzten
Donnerstag gegen 7.10 Uhr das Bahnhofsgebäude in Münster
betrat, wollte ich mir vor der Abfahrt meines Zuges um
7.17 Uhr noch schnell ein Brötchen kaufen. Doch dort, wo
die Woche zuvor noch eine Bäckerei ihren Platz hatte,
fand ich diesen Anblick vor:
Wie man sieht: Der Bahnhof
in Münster ist eine Baustelle. Was man nicht sieht: Dies
ist der harmlosere Teil. Rundherum sieht es aus wie
Dresden 1945, und das alles bei vollem Betrieb. Man
kommt sich wirklich vor wie im Krieg, überall Schutt und
Asche, dazu ein Höllenlärm von den Baumaschinen, deren
Schall in den engen Bahnhofsgängen widerhallt. Seit
Monaten geht das nun schon so, ein Ende ist nicht in
Sicht. 2013, vielleicht, sagt die Bahn.
Der Bahnhof ist für mich ohnehin ein rotes Tuch, der
Schandfleck unserer ansonsten so schönen Stadt. Mit
dieser Meinung stehe ich sicherlich nicht allein. Ich
kenne jedenfalls keinen Münsteraner, der anderer Ansicht
wäre. Sogar
Götz Alsmann, der ansonsten keine Gelegenheit
auslässt, von seiner Heimatstadt zu schwärmen, lässt
kein gutes Haar an diesem Großurinal mit Gleisanschluss.
Als er im Bahnhof einmal gefragt wurde, wo denn die
Toilette sei, antwortete er: "Der Bahnhof ist die
Toilette". Ähnlich äußert sich "Wilsberg"-Autor
Jürgen
Kehrer in seiner "Gebrauchsanweisung für Münster", die -
das wollen wir nicht vergessen - an Touristen und
Neumünsteraner gerichtet und daher eigentlich in einem
positiven Grundton geschrieben ist. Ich zitiere:
"Als ich 1974 nach Münster kam, um hier zu studieren,
sah der Hauptbahnhof schon so wie heute aus - nur ein
bisschen weniger heruntergekommen"
und
"Sollten Sie mit dem Zug kommen, [...] müssen Sie
unbedingt die Augen verschließen, solange Sie sich im
Bahnhofsgebäude befinden".
Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen.
Besonders bedauerlich ist, dass die gegenwärtig zu
beobachtenden Arbeiten an diesem Zustand nicht das
Geringste ändern werden. Sie dienen vielmehr lediglich
dazu, Aufzüge und Rolltreppen zu installieren, die man
bisher vergeblich sucht. Zu deren Einbau sah die Bahn
sich wohl veranlasst, nachdem
Prof. Dr. Werner Hoppe, bei dem ich selbst noch
Vorlesungen gehört habe, auf einer der abgetretenen
Treppen mit schwerem Gepäck stürzte, sich das Genick
brach und noch im Bahnhof verstarb. Die Bahn
kommentierte dies damals mit den Worten:
"Wenn man als älterer Mensch verreist - was man nicht
tun muss - , dann muss man sich halt vorher erkundigen,
wie man auf den Bahnsteig kommt.“
Die Zustände am Bahnhof und dieses menschenverachtende,
hier wörtlich wiedergegebene Zitat haben damals
einen
Proteststurm losgetreten, der kaum zwei Jahre später zu den
jetzigen Bauarbeiten geführt haben mag. Aufzüge und
Rolltreppen gibt es also ab 2013, voraussichtlich. 2015
sollen dann das Rad und der aufrechte Gang folgen, und für
2017 ist eine Erklärung der Bahn zu der Frage angekündigt, ob
die Erde nun rund oder eine Scheibe sei.
Ganz groß ist die Beschilderung der Bahn, die, sichtlich
um ein wenig Ordnung im Chaos bemüht, ihren Drucker
angeschmissen hat, um einige improvisierte Schilder zu
produzieren:
Die Bahn gibt sich also
dreisprachig, und ich nehme an, die Holländer werden
sich geschmeichelt fühlen (die Franzosen weniger). Dennoch musste ich
beim Anblick dieses Schildes schmunzeln, denn bei allem zu honorierenden Eifer der
Bahnmitarbeiter bleibt doch unklar, an wen sich die
holländische Variante eigentlich wendet. Sie kann doch
nur für Personen von Nutzen sein, die a) kein Wort
Deutsch verstehen, b) kein Wort Englisch verstehen,
dafür c) holländisch verstehen und d) nicht intelligent
genug sind, allein aus den Zahlen und dem Pfeil darauf
zu schließen, dass hier wohl die Bahnsteige
ausgeschildert sind. Auf wie viele Menschen auf der Welt
treffen diese vier Voraussetzungen zu?
Mir stellte sich bei Anblick des Schildes auch noch eine
andere Frage, die ich an diesem Donnerstagmorgen leider
nicht beantwortet bekam: Wo zur Hölle geht es zu meinem
Gleis 15?
[22.01.2012]
Ich
weiß, was Du die letzten Monate getan hast...
Es ist soweit. Die neue
"RA" ist da! Im nunmehr 20. Jahrgang erstrahlt die
Ausbildungszeitschrift von JURA INTENSIV, an der ich
seit nunmehr 12 Jahren als Chefredakteur mitwirke, in neuem Glanz:
Natürlich sind die
Veränderungen - oder, wie wir hoffen: Verbesserungen -
nicht nur optischer Natur. Mit der Anpassung des Designs
auf die neue Corporate Identity von JURA INTENSIV geht
vielmehr eine umfassende inhaltliche Neugestaltung
einher:
- Jede Entscheidung beginnt nun mit einer kurzen
Einleitung, in der die zu entscheidenden juristischen
Fragen vorgestellt und die Ansichten des Gerichts hierzu
zusammengefasst werden.
- Im Anschluss daran folgt eine gegliederte, in den
Gutachtenaufbau eingebundene Aufbereitung der
Entscheidung. Diese Form erleichtert die Umsetzung des
Entscheidungsinhalts in eine Klausur oder Hausarbeit.
Erläuternde Marginalien helfen beim Verständnis.
- Die Volltextwiedergabe entfällt zugunsten einer
gestrafften Aufbereitung, die schneller zum Kern des
Problems führt. Durch Hinweise auf die
Volltextfundstelle ist aber jederzeit gewährleistet,
dass bei Interesse auch die übrigen Passagen der
Entscheidung leicht auffindbar sind.
- Ein Fazit mit Urteilsanmerkungen und vertiefenden
Hinweisen auf ähnliche Entscheidungen, abweichende
Ansichten usw. rundet die Darstellung ab.
- Karteikarten im Mittelteil, passend zu den im Heft
enthaltenen Entscheidungen, helfen bei der Wiederholung und Vertiefung.
- Die "RA" legt traditionell großen Wert auf die
Einbeziehung von Entscheidungen speziell
für Referendarinnen und Referendare. Solche sind nunmehr
besonders kenntlich gemacht.
Soweit es sich anbietet, wird in diesen Fällen der
Urteilsstil an Stelle des Gutachtenstils
verwendet.
Und das Allerbeste: Der Preis für Abonnenten hat sich
sogar noch etwas ermäßigt, von 65 auf 60 Euro pro Jahr
oder 5 Euro pro Heft. Ehemalige Kursteilnehmer von JURA
INTENSIV erhalten sogar noch einen weiteren
Vorzugsrabatt von 10%.
Bewährtes haben wir natürlich erhalten. Vor allem ist
die "RA" nach wie vor eine hochaktuelle
Ausbildungszeitschrift auf höchstem Niveau.
Eine Leseprobe der neuen "RA" gibt es
hier. Zum
Internetauftritt der "RA" geht es
hier, direkt zum Abonnement für Kurzentschlossene führt
dieser Link.
[19.01.2012]
Bring on the Wrecking Ball
Es ist soweit. Wie sein
Publisher Shorefire Media heute bekanntgab, wird Bruce
Springsteens 17. Studioalbum am 6. März 2012 unter dem
Titel "Wrecking Ball" erscheinen.
"Wrecking Ball" ist kein
wirklich neuer Titel für Springsteenfans. Gegen Ende der
Tour 2009 spielte Bruce mit seiner E Street Band einige
Konzerte im alten Giants Stadium, das anschließend
abgerissen wurde. "Wrecking Ball" wurde aus Anlass
dieses Events geschrieben, dort zum ersten Mal gespielt
und im Anschluss daran bereits als Single
veröffentlicht.
Ich nehme an, dass es sich
bei dem Album Track Nr. 7 um den selben Song handelt,
zumal auch das Design des Albums dem der damaligen
Single sehr ähnlich ist. Wenn Shorefire also mitteilt,
dass das Album "11 neue Songs" enthalte, so stimmt das
nicht ganz.
Ein Blick auf die Songliste...
1. We Take Care of Our Own
2. Easy Money
3. Shackled and Drawn
4. Jack of All Trades
5. Death to My Hometown
6. This Depression
7. Wrecking Ball
8. You’ve Got It
9. Rocky Ground
10. Land of Hope and Dreams
11. We Are Alive
...offenbart zudem, dass mit "Land of Hope and Dreams"
ein weiteres Lied dabei ist, das sogar noch einen
längeren Bart hat. Schon 2001 war es auf "Live in NY
City" enthalten, 2003 dann noch einmal auf "The
Essential Bruce Springsteen". Ich kann mir diese
Veröffentlichung kaum erklären, denn wer würde ein Lied
herausbringen, das über 10 Jahre alt ist und das es
schon 2x zu kaufen gab? Andererseits wird es kaum ein
neues Lied sein, denn wer bringt schon zwei verschiedene
Lieder unter dem selben Titel heraus? (Gut, Bruce hat es
schon einmal geschafft, "Brothers under the Bridges"
gibt es tatsächlich doppelt).
Ich vermute, dass er "Land of Hope and Dreams" unbedingt
'draufhaben wollte, weil "Wrecking Ball" ja ein
sozialkritisches Album sein soll,
wie man hört, das aber - so spekuliere ich - mit
einer hoffnungsvollen Note enden sollte. Jedenfalls
deuten "Land of Hope and Dreams" und der letzte Titel "We
are Alive" darauf hin. Ich vermute daher, dass wird das
altbekannte Lied präsentiert bekommen, allerdings
vielleicht in einem neuen Arrangement. Dergleichen ist
bei Bruce schon mehrfach vorgekommen.
Nicht anders liegen die Dinge bei den beiden Bonustracks,
die auf der Deluxe-Edition enthalten sein werden:
12. Swallowed Up
13. American Land
"American Land" wurde bereits auf den "Seeger Sessions"
2006 veröffentlicht. Meines Erachtens ist es zusammen
mit "Gypsy Biker" das beste Springsteen-Lied des letzten
Jahrzehnts. Thematisch passt es sicher nicht schlecht in
den Kontext, auf das Arrangement bin ich auch hier
gespannt. Dennoch ist es natürlich kein neues Lied.
Immerhin, auch für den beinharten Fan bleiben mindestens
10 nagelneue Songs übrig. Das ist natürlich ein Grund
zum Jubeln. Dass das Album von einer Tour mit der E
Street Band begleitet werden wird, auf der ich natürlich
dabei sein werde
...WATCH OUT, COLOGNE !!!...
stand ja schon länger fest, steigert die Freude aber
natürlich noch einmal. Im Internet wird schon wild
spekuliert, wie der Big Man ersetzt werden soll. Ich
hoffe und erwarte: gar nicht. Niemand kann Clarence
Clemons ersetzen. Ich erinnere mich noch an die Tour
1992/93, wo erst gar kein Saxofonspieler dabei war, dann
aber gelegentlich Crystal Taliefero das Solo in "Born to
Run" spielte, also eine zierliche Frau an Stelle des
gewaltigen Clarence. Das fand ich überragend gut.
Bis zur Tour und zum Album heißt es natürlich noch ein
bisschen warten. Das erste Lied des Albums, "We Take
Care of Our Own", gibt es aber bereits als Gratis-Video
auf Youtube:
Wenn das ganze Album von
dieser Qualität ist, dann kann ich nur sagen: SUPER! Es
geht gleich ins Ohr, und ich mag den
kämpferisch-aufrüttelnden Grundton des Liedes sehr,
zumal er das ausdrückt, was ohnehin jeder weiß: Wenn man
sich nicht selbst um die eigenen Angelegenheiten
kümmert, bleibt man auf der Strecke. Scheint in den USA
nicht anders zu sein als in Deutschland.
Also, gute Zeiten für Springsteenfans. Hoffentlich ist
bald 6. März!
[01.01.2012]
Loriot...
...ist einer der großen
Helden meiner Generation. Zwar ist Vicco von Bülow, wie
er mit bürgerlichem Namen hieß, im letzten Jahr leider
verstorben. Aber seine Weltsicht ist zeitlos, und
deshalb möchte ich am Neujahrestag meinen kurzen
Ausblick auf 2012 mit ihm beginnen:
In meinem Besitz befindet sich ein
kleines Sammelbändchen mit Interviews, die Loriot
zwischen 1968 und 2009 gegeben hat. Besonders die
späteren Interviews haben es mir angetan, weil sie ein
hervorragendes, seltenes Beispiel dafür sind, wie sich
jemand im Alter klug äußern kann, ohne altklug zu
klingen.
An dieser Stelle soll es aber um ein frühes Interview
gehen. 1986 wollte Gero von Boehm für den
Südwestrundfunk wissen, ob er nun Optimist oder
Pessimist sei. Loriot nahm sich etwas Zeit für die
Antwort und äußerte sich wie folgt: "Im Kleinen" sei er
Pessimist, "im Großen" Optimist. Dass dieses oder jenes
konkrete Vorhaben klappen werde, glaube er zumeist
nicht. Wenn also eine Entscheidung mit ungewissem
Ausgang zu treffen sei oder das Pendel in einer
bestimmten Situation zufällig zu seinen Gunsten oder
Ungunsten ausschlagen könnte, so glaube er eher an den
negativen Ausgang. Im Großen und Ganzen werden die Dinge
aber schon gut gehen, meint er. Ende gut, alles gut
gewissermaßen.
Dem kann ich mich nur anschließen. Ich hatte mir diese
Tatsache zwar noch nie bewusst gemacht, aber ich bin
auch im Kleinen Pessimist und im Großen Optimist.
Das gilt auch für das kommende Jahr 2012. Ein Beispiel:
Wir stecken mitten in der Eurokrise, und im Kleinen bin
ich Pessimist, was z.B. die Kosten unseres nächsten
USA-Urlaubs angeht, denn im Zweifel wird der Euro im
Verhältnis zum Dollar weiter fallen, die Reise sich also
verteuern. Ich habe auch wenig Zutrauen in das
Krisenmanagement von Frau Merkel oder Herrn Sarkozy
(auch wenn ich einräumen muss, dass Frau Merkel in der
ganzen Panik die Einzige zu sein scheint, die noch mit
klarem Kopf denkt und mit ruhiger Hand lenkt). Am Ende
des Tages glaube ich aber nicht, dass diese Krise das
Ende des Wohlstandes in Europa bedeuten wird. Irgendwie
ist es immer weiter gegangen, und so wird es auch
diesmal weiter gehen. Wahrscheinlich werden irgendwann
die vernünftigen Leute die Oberhand gewinnen, und in
zwei Jahren wird man sich fragen, worüber man sich
eigentlich aufgeregt hat.
Oder nehmen wir ein erfreulicheres Thema - den Fußball!
Mein Verein ist noch in allen drei Wettbewerben gut
dabei, und die deutsche Nationalelf geht als Favorit in
die kommende Europameisterschaft. Im Grunde glaube ich
zwar nicht, dass der FC Bayern 2012 tatsächlich die
Champions League gewinnen oder Deutschland Europameister
werden wird, aber irgendwann werde ich schon noch
einmal einen großen Titelgewinn erleben.
Auf der persönlichen Ebene sieht es ähnlich aus. Zwar
glaube ich nicht, dass ich Ende 2012 meinen Vorsätzen
entsprechend tatsächlich fünf Kilo weniger wiegen werde
als heute, aber ich werde wohl auch nicht an Übergewicht
sterben, jedenfalls nicht so bald.
Übrigens habe ich über die Feiertage nicht nur Loriot
gelesen, sondern - wie man sieht - auch an
schildheuer.de ein wenig gebastelt. Herausgekommen ist
ein neues Design, von dem ich zwar nicht glaube, dass es
von Anfang an fehlerfrei läuft, das sich am Ende des
Tages aber hoffentlich doch bewähren wird. Finis coronat
opus, hat Ovid einmal gesagt.
In diesem Sinne wünsche ich allen Leserinnen und Lesern
ein gutes neues Jahr 2012.
[18.12.2011]
Weihnachtsbaumtransport für Cabriofahrer
In meiner alljährlichen
Reihe "Franks kleiner Weihnachtshelfer" wende ich mich
in diesem Jahr einem Problem zu, das sicherlich nicht nur mich
beschäftigt: Wie transportiert man als Cabriofahrer einen
Weihnachtsbaum sicher nach Hause?
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Schaubild 1: Weihnachtsbaum und Cabrio |
I. Das Problem
Vorausgeschickt sei, dass unter meine Definition von
"Weihnachtsbaum" nur Tannen von mindestens 1,85m Höhe
fallen. Alles andere ist ein Weihnachtsbäumchen. Schon
gar nicht kommen mir irgendwelche Plastikteile ins Haus,
wir sind hier ja nicht in Amerika!
Wie dem auch sei: Genau aus meinen Ansprüchen an die
Beschaffenheit eines Weihnachtsbaumes resultiert das
Problem, denn Schaubild 1 lässt bereits erahnen, dass
die meisten Cabrios - hier sehen wir exemplarisch einen
Mercedes SLK 200 - einfach nicht für den Transport von
Gegenständen mit derartigen Ausmaßen geschaffen sind.
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Schaubild 2: Kofferraum |
Schaubild 2 verdeutlicht,
dass die naheliegendste Transportmöglichkeit, nämlich
der Kofferraum, keine wirkliche Alternative ist. Ein
Baum von 1,85m passt einfach nicht in diese bessere
Streichholzschachtel. Zwar könnte man den Baum
notdürftig hineinstopfen, davon rate ich jedoch aus
mehreren Gründen dringend ab: Erstens wäre er nicht
verkehrssicher unterzubringen, im schlimmsten Fall
könnte er sogar während der Fahrt herausfallen, und
zweitens würde die halb geöffnete Kofferraumklappe die
Zweige beschädigen.
II. Die Lösung:
Es bleibt nur eine Alternative übrig: Der
Beifahrersitz! Auf Schaubild 3 ist zu erkennen, dass
sich ein Weihnachtsbaum von durchschnittlicher Größe
dort recht bequem und sicher unterbringen lässt, wenn
man den Sitz ganz weit zurücksetzt und den Fußraum voll
ausnutzt. Natürlich ist es dabei hilfreich, wenn man
sich für einen möglichst schlanken Baum entschieden hat.
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Schaubild 3: Baum auf Beifahrersitz |
III. Der nächste Level
So weit, so gut. Was aber tun, wenn man einen
Beifahrer dabei hat? Diese Konstellation dürfte
schließlich nicht ganz selten vorkommen, denn häufig hat
die Frau den nötigen Geschmack für die Auswahl und der
Mann die nötigen Muskeln für den Abtransport zum
Parkplatz (und das nötige Kleingeld für's Bezahlen).
Weihnachtsbäume kauft man also zusammen! In dieser
Situation rate ich, in fünf Schritten zu verfahren:
1. Man einige sich, welche Person fährt und welche den
Beifahrer gibt. Nach meiner Erfahrung sollte man immer
die Frau fahren lassen, denn erstens kommen auf den
Beifahrer nicht zu unterschätzende körperliche
Belastungen zu, die man dem feinen Geschlecht nicht
wirklich zumuten möchte, und zweitens kürzt das spontane
Einlenken des Mannes die Diskussion ab, an deren Ende er
doch unvermeidlich zweiter Sieger wäre.
2. Der Beifahrer setze sich auf den Beifahrersitz (hier
nicht im Bild), wobei der Sitz wiederum ganz nach hinten
geklappt werden sollte. Unter Umständen kann es darüber
hinaus hilfreich sein, die Fensterscheibe
herunterzulassen.
3. Sodann stopfe man den Baum wiederum auf den
Beifahrersitz, wobei man so agieren sollte, als
existiere der Beifahrer gar nicht. Dessen Anweisungen
und späteren Hilferufe sind zu ignorieren. Gleichzeitig
halte man das ganze mit einer Kamera fest, denn man
möchte seinen Verwandten ja zeigen, wie romantisch der
Weihnachtsbaumkauf war. Gegen das Fotografieren kann der
Beifahrer sich ja auch nicht mehr wehren. Schaubild 4
zeigt, warum nicht:
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Schaubild 4: Baum auf Beifahrer |
Man sieht, dass der
Beifahrer noch bequem sitzen kann. Dass er einen
Nadelbaum im Gesicht hat, sollte man schlicht
ignorieren. Die Fahrerin kann ihn dabei durch Kommentare
wie "Stell' Dich nicht so an" oder "Das machst Du ganz
toll" unterstützen.
4. Man schlage die Beifahrertür zu. Dabei sollte man
erst gar nicht versuchen, diese behutsam zu schließen,
denn Tanne und rechtes Bein des Beifahrers werden so
oder so im Weg sein. Also empfehle ich ein schwungvolles
Zuschlagen, das die unvermeidlichen Schmerzen für den
Beifahrer zumindest kurz hält.
5. Nun steht einem gefahrlosen Abtransport nichts mehr
entgegen. Schaubild 5 zeigt noch einmal die Endstellung,
hier aus der Sicht nachfolgender Fahrzeuge.
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Schaubild 3: Baum auf Beifahrersitz |
IV. Vertiefungshinweise
Bisher erschienen in der Rubrik "Franks kleine
Weihnachtshelfer" folgende Beiträge:
[03.12.11]
Lospech?
Der deutschen Fußballnationalmannschaft wurde am
vergangenen Freitag bei der Auslosung der
EM-Vorrundengruppen 2012 ein "Hammerlos" zugeteilt: Wir
spielen in Gruppe B gegen Holland, Portugal und
Dänemark. Nachher waren sich alle Experten einig: Keine
Gruppe ist so schwer wie diese. Aber hat uns das
Losglück wirklich verlassen? Oberflächlich betrachtet
schon, aber eine genauere Analyse zeigt: Nein, ganz im
Gegenteil!
A. Die Vorrunde
Deutschland bestreitet sein erstes Spiel bei der EM am
9.6.2012 gegen Portugal. Diese Partie wird ganz, ganz
wichtig, denn das zweite Spiel geht gegen Holland, und
sollten wir den Auftakt verpatzen, stünden wir gegen
einen ebenbürtigen Gegner schon mächtig unter Druck.
Jedoch müsste schon viel schief laufen, um gegen
Portugal zu verlieren. Die letzten beiden Spiele bei
großen Turnieren haben wir gegen sie gewonnen (3:1 bei
der WM 2006 und 3:2 bei der EM 2008), und damals hatte
Portugal eine bessere Mannschaft als jetzt, während
unser Team deutlich schlechter war. An einem normalen
Tag sollten wir also gegen die Portugiesen gewinnen.
Im zweiten Spiel gegen Holland wäre alles offen. Das
glanzvolle 3:0 in Hamburg täuscht m.E. ein wenig, denn
dort ging es um nichts, wir hatten ein Heimspiel und die
Holländer waren stark ersatzgeschwächt. Dennoch, diese
Mannschaft liegt uns, weil sie selbst das Spiel machen
will, wodurch Räume für unsere schnellen Konterangriffe
entstehen. Ich bin daher sehr optimistisch, dass wir
auch in dieser Partie bestehen können.
Weniger schön finde ich den Gegner Dänemark. Gegen die
Dänen sind wir eigentlich immer Favorit, und dennoch
verlieren wir immer sang- und klanglos, wenn es um etwas
geht (WM 1986: 0:2, EM 1992: 0:2). Das muss natürlich
nicht wieder passieren, und ein Vorteil könnte sein,
dass wir gegen sie erst im letzten Spiel antreten
müssen, denn Deutschland ist eine Turniermannschaft, die
sich stetig steigert, und mit etwas Glück geht es für
die Dänen schon um nichts mehr.
Wenn ich wetten müsste, würde ich aus drei Spielen auf
zwei Siege und ein Unentschieden tippen, mit etwas Pech
auf zwei Siege und eine Niederlage, mit viel Pech auf
einen Sieg, ein Unentschieden und eine Niederlage.
Selbst wenn das dritte Szenario eintreten sollte, könnte
es als Gruppenzweiter noch für das Viertelfinale
reichen. Bei der WM 1986 beispielsweise war das so.
Noch ein Punkt scheint mir hierzu erwähnenswert: Gruppen
mit vier guten Mannschaften sind m.E. weitaus weniger
gefährlich als Gruppen mit drei ambitionierten
Mannschaften und einer Graupe, denn gegen die Graupe
gewinnen alle, sodass die drei guten Mannschaften im
Endeffekt so stehen, als hätte es die vierte Mannschaft
gar nicht gegeben. Dann darf man sich folglich in den
direkten Duellen keinen Patzer leisten, und man darf in
diesen Spielen auch kein Pech haben. Ein unberechtigter
Elfmeter für den Gegner oder eine unberechtigte rote
Karte gegen das eigene Team können dann schon das Aus
bedeuten. Nehmen sich aber alle vier Mannschaften
gegenseitig Punkte ab, kann man sich wesentlich eher
einen Fehler leisten.
Gerade in einer Gruppe mit vier guten Teams können ein
Sieg, ein Remis und eine Niederlage also oft zum
Weiterkommen reichen, in einer Gruppe mit lediglich drei
guten Teams käme mit dieser Bilanz so gut wie sicher das
Aus.
Zwischenergebnis: Die Gruppe ist schwer, sollte für
Deutschland aber machbar sein. Der Gruppensieg ist
möglich, zumindest der zweite Platz sehr wahrscheinlich.
Dass am Ende zwei der drei Konkurrenten tatsächlich
besser sind als wir, ist nur mit viel Pech vorstellbar.
Beim letzten EM-Sieg 1996 hatten wir auch eine
"Todesgruppe" mit Italien, Russland und dem späteren
Finalteilnehmer Tschechien, und dennoch sind wir mit 7
Punkten und ohne Gegentor locker da durchgegangen.
B. Das Viertelfinale
Bis hierher ist die Auslosung - wie gezeigt - zwar nicht
wirklich schlecht, aber sicherlich auch nicht wirklich
gut. Insbesondere Holland war der unbequemste
Gruppenkopf, denn alternativ wäre man entweder zu den
deutlich schwächeren Polen oder Ukrainern gelost worden,
was die Gruppenphase deutlich erleichtert hätte, oder
man hätte die Spanier bekommen, was den Vorteil gehabt
hätte, dass man diesem Wunderteam jedenfalls bis zum
Endspiel nicht wieder begegnet wäre.
Aber ab dem Viertelfinale wird die Auslosung für uns
richtig günstig, und darauf kommt es schließlich an!
Wenn wir die Vorrunde nicht überstehen sollten, hätten
wir ohnehin keinen Grund uns zu beschweren, denn über
drei Spiele entscheidet die Qualität. In einem
K.O.-Spiel geht es hingegen immer auch um Zufälle, und
deshalb ist gerade in diesen Partien das Losglück unter
Umständen entscheidend für den späteren Titelgewinn,
siehe Italien 2006, Frankreich 1998 oder Deutschland
1954.
Und ab dem Viertelfinale meinte es Fortuna gut mit uns,
sehr gut sogar, denn wir spielen überkreuz mit der
Gruppe A, in der sich nur Fallobst befindet (Polen,
Tschechien, Russland und Griechenland). An einem
normalen Tag sollten wir gegen keines dieser Teams
Schwierigkeiten bekommen. Deshalb wäre es zumindest für
das Viertelfinale sogar relativ gleichgültig, ob wir
Erster oder Zweiter in unserer Gruppe werden - die Teams
in Gruppe A sind alle in etwa gleich schlecht.
Für jede Mannschaft aus Gruppe A wäre es schon ein
großer Erfolg, überhaupt das Viertelfinale zu erreichen.
Natürlich würden sie im Viertelfinale trotzdem alles
geben, aber unterbewusst werden sie sich sicherlich
sagen, dass sie eine achtbare EM gespielt haben, selbst
wenn sie gegen einen Turnierfavoriten wie Deutschland
ausscheiden sollten. Ob die Griechen oder Tschechen nach
einem Rückstand noch die Moral hätten, gegen Deutschland
zurückzukommen, wage ich zu bezweifeln.
Wie gut wir es getroffen haben, zeigt auch ein Blick auf
die anderen Viertelfinalpartien: In Gruppe C spielen
Italien und Spanien, in Gruppe D sind Frankreich und
England favorisiert. Spanien gegen Frankreich und
Italien gegen England sind m.E. Spiele von einem ganz
anderen Kaliber als z.B. Deutschland gegen Griechenland
und Holland gegen Tschechien.
Zwischenergebnis: Erreichen wir das Viertelfinale,
stehen wir sehr wahrscheinlich auch im Halbfinale.
C. Das Halbfinale
Ab hier wird es sehr spekulativ, weil sich kaum
abschätzen lässt, auf wen wir treffen könnten. Immerhin:
Unsere Gruppengegner Holland, Dänemark und Portugal
können es nicht sein, und zumindest in puncto Holland
ist das auch gut so. Nun wirkt es sich als Vorteil aus,
dass man nicht in einer Gruppe mit Polen oder der
Ukraine war.
Mein besonderes Augenmerk liegt auf den Spaniern. Schon
jetzt steht fest: Wir vermeiden sie, wenn wir in unserer
Gruppe den selben Rang belegen wie die Spanier in ihrer.
Sollten die Spanier also ihre Gruppe gewinnen, wovon ich
ausgehe, müssten wir auch Gruppenerster werden, sonst
käme es - Siege im Viertelfinale vorausgesetzt - zu
einem Halbfinale gegen den amtierenden Welt- und
Europameister. Natürlich wäre auch diese Partie offen,
aber das Spanien-Experiment würde ich mir lieber für das
Endspiel aufbewahren, wenn's eben geht.
Die Alternative zu Spanien wäre der Sieger aus dem
Italien-Viertelfinale, also wahrscheinlich Italien
selbst, oder eben ihr Gegner aus Gruppe D, wo Frankreich
und England gegenüber der Ukraine und Schweden
Favorisiert sind. Man sieht: England, Frankreich und
Italien sind auch nicht wesentlich schlechter als
Spanien, wobei ich besonders den Italienern gerne aus
dem Weg ginge, denn gegen die haben wir bei einem
Turnier noch nie gewonnen. England wäre ganz gut, die
sind schlechter als wir und können keine Elfmeter
schießen. Auch gegen die Franzosen wären wir Favorit.
Zwischenergebnis: Man sollte es so einrichten, dass man
in der Gruppe den selben Rang belegt wie Spanien, und
dann hoffen, dass ein Team aus Gruppe D die Italiener 'rauswirft.
D. Das Endspiel
Hier ist keine Prognose möglich, es kann gegen jeden
gehen, und mit Sicherheit würde dort ein Gegner warten,
der uns ebenbürtig ist. Im Grunde möchte ich auch gar
nicht über das Endspiel nachdenken, denn ich hasse
Endspiele, weil meine Mannschaften diese mehrheitlich
verlieren (ich habe bewusst zwölf große Endspiele
miterlebt, und neun davon wurden verloren). Aber wenn es
jemals ein Turnier gegeben hat, in dem die Aussichten
auf den finalen deutschen Sieg wirklich gut waren, dann
dieses.
Gesamtergebnis: Wenn man nur auf die Vorrunde schaut,
haben wir ein schweres Los erwischt, aber auch kein so
schweres, wie es auf den ersten Blick scheint. Ab dem
Viertelfinale hätten wir jedoch gar nicht mehr Glück
haben können.
[14.11.11]
Lesung von und mit Kehrer und Lüpkes
Die Thalia-Bücherei in Münster hatte letzten Dienstag
das Autorenpaar
Sandra Lüpkes und
Jürgen Kehrer zu einer Lesung eingeladen. Kehrer ist
einem breiten Publikum als Autor der in Münster
spielenden Detektivserie "Wilsberg" bekannt, las an
diesem Abend aber aus seiner "Gebrauchsanweisung für
Münster". Lüpkes schreibt ebenfalls hauptsächlich
Kriminalromane, wobei ich ihrer Homepage entnommen habe,
dass sie auch ein Sachbuch veröffentlicht hat und sich
als Sängerin betätigt. An diesem Abend gab es von ihr
aber keine Gesangseinlagen, sondern einen Auszug aus
ihrem Krimi "Taubenkrieg" zu hören.
Die Thalia-Bücherei hatte
sich wie immer große Mühe gegeben, einen ansprechenden
Rahmen für die Lesung zu organisieren. Auf den
interessierten Kulturfreund warteten nicht nur Bier und
Wasser, sondern sogar von Hand geschmierte
Schinkenstullen! Dergleichen fällt besonders positiv
auf, da man es im Grunde nicht erwarten kann. Ein
Wässerchen, okay, aber wer rechnet damit, bei einer
Lesung Bier und Schnittchen serviert zu bekommen, und
das auch noch gratis? Ich wollte ursprünglich nichts
kaufen, habe mir am Ende aber doch eine
"Gebrauchsanweisung für Münster" zugelegt, um diesen
Aufwand zu belohnen. Eine freundliche Widmung von Herrn
Kehrer gab's natürlich dazu.
Jürgen Kehrer gehörte auch der erste Teil des Abends.
Seine "Gebrauchsanweisung
für Münster" ist eine Art alternativer Reiseführer,
der auf die üblichen Restaurant- und Hoteltipps
verzichtet und stattdessen mehr über Land und Leute
erzählt. Offenbar ein erfolgreiches Konzept, denn
"Gebrauchsanweisungen" gibt es mittlerweile für
unzählige Städte und Länder. Ich hatte mit vor Jahren
eine "Gebrauchsanweisung
für Schottland" gekauft, die ich ganz hervorragend
fand.* Nicht zuletzt deswegen interessierte mich die
Lesung von Herrn Kehrer, denn in der Folgezeit hatte ich
mir noch einige andere "Gebrauchsanweisungen" gekauft,
deren Qualität in Sprache und Inhalt doch arg schwankte.
Da ich glaubte, über Münster ein wenig mitreden zu
können, war ich natürlich sehr gespannt, was
Kehrer zu Papier gebracht hat, und vor allem wie.
* Hierzu ein Tipp: Man sollte die
"Gebrauchsanweisungen" zweimal lesen, einmal vor und
einmal nach dem Besuch des entsprechenden Ortes. Meine
Erfahrung ist, dass man jeweils ein anderes Buch liest,
weil man Vieles mit anderen Augen sieht, wenn man einmal
dort war.
Nun kann eine Lesung von ca. 30 Minuten natürlich immer
nur ein Aperitif sein, und da ich die
"Gebrauchsanweisung für Münster" bis heute nicht
ausgelesen habe, kann ich mir auch kein Gesamturteil
erlauben. Aber das Vorgetragene klang schon einmal recht
gut. Natürlich wurden als erstes die in Münster "Leeze"
genannten Fahrräder erwähnt (wobei Kehrer dies zu einem
kleinen Ausflug in die Münsteraner Geheimsprache
Masematte nutzte); sodann gab Kehrer eine Episode um den
in Münster sehr bekannten ehemaligen Zoodirektor Landois
zum Besten, dessen schillernde Persönlichkeit sich
natürlich sehr gut für einen Leseabend eignete, und zum
Abschluss erfuhren wir noch etwas über die lokale Küche,
wenn sie denn diesen Namen verdient, denn in Westfalen
mag man es eher deftig, und das ist bekanntlich nicht
jedermanns Sache. Am Ende wurde Kehrer mit freundlichem
Applaus bedacht, und dies völlig zu Recht. Seine Lesung
war kurzweilig und daher so unterhaltsam, wie Auszüge
aus einem Reiseführer nur sein können.
Nach einer Pause kam Sandra Lüpkes an die Reihe, die ihr
neues Buch "Taubenkrieg"
mitgebracht hatte. Lüpkes ist - wie bereits erwähnt -
ein Multitalent, doch ihr Hauptwerk ist eine Krimireihe
um die Ermittlerin Wencke Tydmers, aus der "Taubenkrieg"
die aktuellste Episode darstellt.
Lüpkes schien zu ahnen, dass vielleicht nicht jeder der
anwesenden ca. 100 Besucher mit ihrem Werk vertraut war,
und stellte deshalb in einer kleinen Vorrede zunächst
ihre Hauptfigur kurz vor. Das klang spannend. Nur leider
kam Wencke Tydmers in der anschließenden Lesung gar
nicht vor. Lüpkes legte den Schwerpunkt vielmehr auf
eine Szene in einem Bordell, in der ein verdeckter
Ermittler von einer Rockergang enttarnt und zum
Entsetzen seiner Kollegen übel misshandelt wird. Zum
Glück wurden weniger die Misshandlungen als vielmehr die
(ein wenig klischeehaften) Erlebnisse des homosexuellen
Kollegen jenes verdeckten Ermittlers in dem Bordell
beschrieben.
Lüpkes' Pech war, dass ihr Thema sich weniger für eine
Lesung eignete als das von Herrn Kehrer, denn der Autor
eines Kriminalromans will ja den Plot (oder gar die
Auflösung) nicht verraten, sodass die vorgetragenen
Fragmente aus einer dem Zuhörer unbekannten Geschichte
für dessen Ohr immer etwas zusammenhanglos bleiben
müssen. Zudem sind sie natürlich zwangsläufig weitaus
weniger launig als beispielsweise die kleinen
Münstergeschichten von Herrn Kehrer.
Hätte ich die Veranstaltung zu organisieren gehabt,
hätte ich daher in jedem Fall Lüpkes zuerst lesen
lassen, denn dann hätte sich die Veranstaltung zum Ende
hin gesteigert (ganz abgesehen davon, dass es sich
ohnehin angeboten hätte, der Dame den Vortritt zu
lassen). An Lüpkes' Stelle hätte ich vielleicht auch
eine andere Passage ausgewählt. Ich hätte jedenfalls
nichts dagegen gehabt, wenn die Hauptdarstellerin des
Buches darin vorgekommen wäre.
Alles in Allem war es aber in jedem Fall ein sehr
gelungener Abend, zu dem neben den beiden sehr
sympathischen Autoren die bereits erwähnte perfekte
Organisation von Thalia beitrug. Wir kommen gerne
wieder.
[05.11.11]
Nach
dem Schweini-Schock: Quo vadis, FCB?
Als Mario Gomez am vergangenen Mittwoch das
zwischenzeitliche 3:0 für den FC Bayern im
Champions-League-Heimspiel gegen den SSC Neapel
erzielte, sah die Münchener Fußballwelt noch rosig aus.
Doch das änderte sich schnell. Zwar wurde das Spiel am
Ende mit 3:2 gewonnen, aber neben den zu verschmerzenden
Gegentoren und dem unberechtigten Platzverweis gegen
Holger Badstuber trübte vor allem ein Ereignis die
Freude: Bastian Schweinsteiger, der beste Bayernspieler
der Saison 2011/12, wurde nach einem harmlos
aussehenden Allerweltsfoul mit Schlüsselbeinbruch vom
Platz getragen. Die Hinrunde ist damit für ihn beendet.
Die Frage ist nun: Wird der FC Bayern dennoch die hohen
Erwartungen erfüllen können?
Nun, eines ist sicher: Schweini wird nicht gleichwertig
zu ersetzen sein. Er spielt bisher eine überragende
Saison. Ich habe mit zwei Ausnahmen alle bisherigen
Bayernspiele 2011/12 live gesehen und kann nur sagen,
dass ich in über 30 Jahren noch nie einen Spieler
gesehen habe, der die "6" so gut interpretiert wie
Schweini in diesem Jahr (mit Ausnahme von Michael
Ballack vielleicht). Defensiv gewinnt er jeden
Zweikampf, von hinten heraus spielt er absolute
Weltklassepässe, und zuletzt setzte er auch noch
offensive Akzente mit Toren und Vorlagen. Seine
Spielintelligenz und seine Handlungsschnelligkeit suchen
Ihresgleichen. Vor allem aber zeichnen ihn seine
Führungsqualitäten aus - er macht seine Mitspieler
besser, als Vorbild und Motivator auf dem Platz. Da kann
einem als Fan schon bange werden, wenn dieses
"Herzstück" (O-Ton Heynckes) aus der Mannschaft
herausgerissen wird.
Dennoch: Panik ist fehl am Platze, denn Ersatz steht
natürlich zur Verfügung. Wir sind schließlich der FC
Bayern! Vor allem zwei Ideen stehen zur Diskussion:
Man könnte Toni Kroos zurückziehen und ihm den
Schweini-Part übertragen. Kroos spielt auch eine sehr
gute Saison, und er könnte mit mehr Verantwortung
durchaus auch noch einen Sprung machen. Allerdings kommt
er nicht ganz an Schweinis Leistung heran. Die Frage
wäre auch, wer seine bisherige Position einnehmen soll.
Alabas Name fiel in diesem Zusammenhang mehrfach, und
tatsächlich hat sich der Junge in diesem Jahr enorm
verbessert. Aber ein Kroos ist er noch nicht. Etwas
offensiver wäre die Variante, Kroos durch Olic zu
ersetzen. Man könnte auch Müller nach innen ziehen und
Alaba oder Olic auf Außen setzen.
Diese Varianten haben aber einen entscheidenden
Nachteil: Sie rütteln eine bisher genial funktionierende
Mannschaft gehörig durcheinander. Ich glaube und hoffe
daher nicht, dass Heynckes in diese Richtung tendiert.
Das meines Erachtens kleinere Übel wäre, Schweini durch
einen Bankspieler zu ersetzen und die übrigen
Stammkräfte auf ihren bisherigen Positionen zu belassen.
Das würde zwar einen Qualitätsverlust bedeuten, das
Mannschaftsgefüge aber intakt halten. Und es ist ja
nicht so, dass wir auf der "6" keine Alternativen
hätten: Tymo und Luiz Gustavo spielen dort bereits,
Heynckes hat auch Alaba für diese Position ins Spiel
gebracht, und Daniel Pranjic haben wir auch noch in der
Hinterhand.
Klar, keiner dieser Spieler reicht an Schweini heran.
Alle vier strahlen keine Torgefahr aus, sind nicht so
handlungsschnell, nicht so ballsicher und nicht so
zweikampfstark wie Schweini, und erst Recht haben sie
keine Führungsqualitäten. Wenn ich mich unter ihnen
entscheiden müsste, würde ich gegen Augsburg ein
Experiment wagen und neben Tymo oder Luiz Gustavo David
Alaba spielen lassen. Gegen den Aufsteiger kann er nicht
viel kaputt machen, und wenn das Experiment gelingt,
wäre die Übergangslösung gefunden, denn Alaba hat von
den Genannten sicherlich das größte Potenzial.
Übrigens habe ich Arjen Robben bei all diesen
Betrachtungen bewusst außen vor gelassen. Selbst wenn
Aleinikov in der Hinrunde noch drei Spiele machen
sollte, was alles andere als sicher ist, wird er kein
Faktor werden. Mit ihm rechne ich frühestens in der
Rückrunde wieder, und dann auch nur bis zur nächsten
Verletzung, also bis ca. Mitte Februar.
So oder so: Was kann man von der neu aufgestellten,
durch Schweinis Fehlen arg geschwächten Bayernelf bis
zur Winterpause noch erwarten? Nun, sehen wir uns die
drei laufenden Wettbewerbe einmal an.
A. DFB-Pokal
Die geringsten Probleme dürften im DFB-Pokal lauern.
Dort steht vor der Winterpause nur noch eine Runde an,
nämlich das Achtelfinale, in dem der FC Bayern beim VfL
Bochum antreten muss. Bochum hat keine schlechte
Mannschaft, immerhin klopfte der VfL im letzten Jahr als
Relegationsteilnehmer laut an die Bundesligatür, aber
eine konzentrierte Leistung sollte dort zum Sieg
genügen, mit welchem Kader auch immer.
B. Champions League
Auch in der Champions League sieht es gut aus. Zwar
könnte der FCB theoretisch noch ausscheiden, bereits ein
Punkt aus den verbleibenden zwei Spielen würde jedoch
die sichere Qualifikation für das Achtelfinale bedeuten,
und der sollte auch ohne Schweini und Robben im
Heimspiel gegen das bisher punktlose Villareal möglich
sein.
Eine andere Frage ist, ob es zum Gruppensieg langt.
Gegenüber Neapel wäre Bayern mit einem Punkt gegen
Villareal auch bereits vorne, Manchester City könnte es
aber noch einmal spannend machen, wenn sie den Rückstand
auf die Bayern konstant halten. Dazu müssten sie in
Neapel mindestens ebenso viele Punkte holen wie Bayern
zu Hause gegen Villareal, also wahrscheinlich drei.
Unterstellt dass sie das schaffen, und ich zweifle nicht
daran, denn sie hauen im Moment alles weg (Erster in der
Premier League und zuletzt 3:0 in Villareal), käme es zu
einem echten Endspiel um den Gruppensieg in Manchester.
Bayern hat das Hinspiel 2:0 gewonnen, City bräuchte also
einen Sieg mit 3 Toren Vorsprung, wenn der Abstand bis
dahin konstant bleibt. Holten sie gar zwei oder drei
Punkte auf, würde ihnen jeder Sieg zum Gruppensieg
genügen.
Ich glaube nicht, dass Manchester City gegen Bayern mit
3:0 oder höher gewinnt, auch ohne Schweini nicht.
Allerdings wäre Schweini gerade in einem solchen Spiel
als ordnende Hand extrem wertvoll gewesen. Wenn City
früh ein Tor macht, könnte es ohne ihn durchaus brenzlig
werden. Die Wahrscheinlichkeit dafür liegt m.E. aber
nicht besonders hoch. Wir kassieren keine Tore, schon
gar keine frühen. Andererseits glaube ich nicht, dass
Bayern in Manchester gewinnt, und - ehrlich gesagt -
auch nicht, dass man dort ein Remis erreicht. Deshalb
wären ein Heimsieg gegen Villareal oder eine
Schützenhilfe von Napoli extrem wertvoll. Ich hoffe,
dass zumindest eines von beiden eintritt. Dann müsste
man nur sehen, dass man in Manchester nicht untergeht.
C. Bundesliga
In der Bundesliga haben die Bayern noch sechs Spiele zu
absolvieren: Augsburg auswärts, Dortmund zu Hause, Mainz
auswärts, Bremen zu Hause, Stuttgart auswärts und Köln
zu Hause. Das ist ein Monster-Programm, denn mit
Dortmund, Bremen und Stuttgart stehen gleich drei
CL-Anwärter vor der Tür. Zudem verlieren die Bayern
regelmäßig in Mainz und spielen daheim gegen Köln
unentschieden.
Der einzige relativ sichere Sieg sollte in Augsburg
gelingen, das seinerseits große Verletzungssorgen hat.
Zudem glaube ich an Heimerfolge gegen Bremen und Köln
sowie zumindest ein Unentschieden in Mainz. In Stuttgart
und gegen Dortmund bin ich weniger optimistisch, für
zwei Unentschieden aus diesen Partien würde ich sofort
unterschreiben. Käme es so, würde Bayern also 12 Punkte
aus den letzten sechs Spielen erzielen, das ergäbe
insgesamt 37 Punkte für die Hinrunde und damit ziemlich
sicher die Herbstmeisterschaft. Selbst 35 Punkte sollten
dafür langen, zumal die Verfolger aus Dortmund und
Schalke noch gegeneinander spielen müssen. Schalke
spielt auch noch gegen Bremen, allerdings zu Hause, das
werden sie wahrscheinlich gewinnen.
Alles in allem wäre ich hochzufrieden, wenn der
gegenwärtige Vorsprung von 4 Punkten auf den Zweiten
gehalten werden könnte. Einen Ausbau der Tabellenführung
kann ich mir angesichts des Restprogramms und der
Verletzungssorgen beim besten Willen nicht vorstellen.
D. Fazit
Im DFB-Pokal dürfte sich Schweinis Ausfall nicht
bemerkbar machen. Wenn man in Bochum ausscheiden sollte,
dann wegen Leichtsinns und nicht wegen irgendwelcher
Verletzungen. In der Champions League könnte er bei
ungünstigem Verlauf allerdings den Gruppensieg kosten,
das Weiterkommen sollte aber nicht gefährdet sein. In
der Bundesliga erwarte ich eine gewisse Schwächung der
Bayern, die auch Punkte kosten wird. Dennoch sollte die
Herbstmeisterschaft errungen werden, vielleicht mit
einem Vorsprung von drei Punkten.
[30.09.11]
A
Star is (re)born!
Herbert Knebels Affentheater gastierte mit seinem neuen
Programm "Der Letzte macht dat Licht aus" am Freitag in
Telgte. Ehrensache, dass wir zugegen waren. Und Glück
für uns, dass die Jungs tatsächlich pünktlich um 20 Uhr
auf der Bühne erschienen, obwohl sie sich im Stau auf
der A1 (verlängertes Wochenende!) noch gefragt hatten,
ob die Fahrt inne Provinz überhaupt lohnt - "die
Holländer da verstehen uns doch sowieso nich". Kurz
hinter Münster haben sie dann aber bemerkt, dass Telgte
doch noch in Deutschland liegt! Sorge also unbegründet -
das Publikum verstand Herbert Knebel, Ozzy Ostermann,
Ernst Pichel und den Trainer ganz hervorragend.
Womit wir beim Stichwort
sind: "hervorragend". Um es vorwegzunehmen, "Der Letzte
macht dat Licht aus" ist mit Abstand das beste vom
Affentheater seit mindestens zehn Jahren, deutlich
besser als "Nix
wie weg!" und kein Vergleich mit "Love is in Sie
Er". Und das sage ich, obwohl wir "nur" eine Vorpremiere
zu sehen bekamen, wie es auf unseren Karten hieß,
nämlich die erst vierte Vorstellung des neuen Programms.
Ich hatte eigentlich einige Brüche und vielleicht
Textunsicherheiten erwartet, aber davon war nichts zu
merken, der Auftritt war locker und trotzdem perfekt.
Überragend fand ich die Musiknummern. Eine gewisse
Bandbreite ist man vom "Affentheater" ja gewohnt, doch
diesmal spannten sie den Bogen ganz weit, von Deep
Purple ("Smoke on the water" = "Feuer in der Wohnung")
über Evita Peron ("Don't cry for me Argentina" - "Hör'
mir auf mit Argentinien") bis zu Udo Jürgens und Chris
Roberts (in einem genialen Medley aus "Siebzehn Jahr'
blondes Haar" = "Siebzig Jahr, graues Haar" und "Du
kannst nicht immer Siebzehn sein" = ""Du kannst nicht
immer Siebzig sein"). Urkomische Texte und super Sound,
das Publikum ging voll mit.
Wie man überhaupt sagen
kann, dass die Stimmung in Telgte sehr gut war. Ich
hatte im Vorfeld meine Bedenken, denn erfahrungsgemäß
sind die Knebel-Auftritte in der Provinz mit denen im
Ruhrgebiet nicht zu vergleichen, und als ich vor dem
Einlass die ganzen Mittfünfziger sah, die Herren im
Freizeithemd von kik und die Damen in der guten Bluse,
dachte ich schon, ich hätte mich im Tag geirrt und sei
bei Hansi Hinterseer gelandet. Meine Frau konnte mich
gerade noch davon abhalten, die Heizdecken aus dem
Kofferraum zu holen, die ich zu Verkaufszwecken bei
Gelegenheiten wie dieser immer mitführe. Aber ich hatte
mich wohl getäuscht, nur einmal wurde ganz kurz
geschunkelt.
Die Sketche waren auch allesamt sehr gelungen. Geboten
wurde die übliche Mischung aus Solo-Nummern von Hebbert
und gemeinsamen Runden des ganzen Affentheaters, wobei
mir aufgefallen ist, dass der Trainer etwas mehr in den
Vordergrund trat und Ernst Pichel dafür etwas
zurückgenommener agierte. Diverse Themen wurden
abgehandelt, darunter natürlich Fußball (wobei man
endlich erfuhr, zu welchen Vereinen die vier halten),
das Älterwerden und die ganzen Bekloppten auffe Welt,
von Sandro dem Starbucks-Verkäufer (Frage: "Möchten Sie
Ihren Kaffee tall, large oder extra large? Antwort: "Wat
schmeckt denn am besten?") über Maradona ("War dat nicht
diese Sängerin?") bis hin zu Hugh Hefner ("Wenn der nich
so viel Kohle hätt', würden die ganzen Bunnys ihm auch
nich mehr die Stange halten!").
Politisches war demgegenüber
überhaupt nicht zu hören. Das soll beileibe keine Kritik
sein, denn Herbert Knebels Affentheater macht
schließlich kein Kabarett, sondern - wie sie selber am
liebsten sagen - "unterhaltende Kleinkunst". Auch auf
Kostüms (z.B. einen weiteren Auftritt von Guste) wurde
völlig verzichtet, mit einer kleinen Ausnahme zum
Schluss (dazu sogleich). Einen "roten Faden" gab es wie
immer nicht, das Programm besteht aus lose aneinander
gereihten Sketchen und Musikbeiträgen, die nur durch die
Protagonisten verknüpft werden. Dennoch gab es keine
Brüche, ganz im Gegenteil, die Jungs spielten wie aus
einem Guss.
Einen echten Schwachpunkt konnte ich diesmal überhaupt
nicht ausmachen. In den Programmen der letzten Jahre
waren dies immer die Momente, in denen Hebbert von der
Bühne ging und sich eine verdiente Auszeit nahm, weil
ohne seine überragende Präsenz einfach etwas fehlte.
Aber diesmal überbrückten Ozzy, Ernst und der Trainer
diese Phasen mit Musikstücken vom Allerfeinsten,
darunter "Daddy Cool" = "Ozzy Cool" von Boney M. Super
gemacht.
Der Saal in Telgte war
natürlich ausverkauft. Man muss sich die Location wie
die Aula einer Schule vorstellen, ebenerdig bestuhlt,
mit mäßiger Akustik und noch mäßigerer Sicht auf den
billigen Plätzen, aber das tat der Stimmung keinen
Abbruch. Richtig heiß her ging es gegen Ende, als
Hebbert im Elvis-Kostüm zu den Zugaben auf die Bühne kam
und "Suspicious Minds" zum Besten gab, ausnahmsweise
nicht eingedeutscht. Soweit ich mich erinnern kann, war
es seit "Jutendeiten" aus den 90er Jahren erst das
zweite Mal, dass das Affentheater einen Song auf
Englisch spielte.
Übrigens hatte nicht Hebbert sein Kostüm von Elvis
geklaut, sondern umgekehrt - der King hatte es sich in
den 50er Jahren während seines Militäraufenthalts in
Heidelberg bei Hebbert ausgeliehen, als dieser es auf
Montage beim Gerüstbau anne Kaserne trug (sein Blaumann
war gerade inne Wäsche). Erst Präzilla hat et dann
wieder zurückgeschickt, als der King es nicht mehr
brauchte, wegen seinen Tod...
Wir verließen das Bürgerhaus
in Telgte nach zweieinhalb Stunden (darunter zwanzig
Minuten Pause) in begeisterter Stimmung. Zugleich war
ich erleichtert und überrascht, denn ich hätte nicht
gedacht, dass die Jungs den Abwärtstrend der letzten 10
Jahre noch einmal stoppen könnten. Mit "Der Letzte macht
dat Licht aus" ist ihnen dieses Kunststück aber vollauf
gelungen. Ich kann einen Besuch des Programms daher nur
vollauf empfehlen.
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Wrecking Ball
Bahnhof
peinlich
Springsteen
Weihnachtsbaum
Herbert Knebel
Loriot
Kehrer
Bruuuce
EURO
Münster
FOCUS
Lüpkes Schweini
2012
Affentheater
Route 66
Nationalelf
Cabrio
Cover Art
Volksverdummung
RA
Bundesliga
FC Bayern
Schildheuers Examen
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