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<29.01.05>
How to survive snow shoveling
Unser heutiger Tooltime-Gruß geht an - die Schneeschaufeln! Die
North Dakota University hat in einer Studie herausgefunden, dass
die Todesrate durch Herzinfarkte beim Schneeschaufeln sprunghaft
ansteigt. Und das wollen wir ja nicht, denn ein derart plötzlicher
Exitus nützt keinem. Was also tun? Nun, wer einige kleine Sicherheitshinweise
beachtet, wird's überleben:
1. Vermeiden Sie den Genuss von Koffein und Nikotin vor dem
Schaufeln. Diese erhöhen die Herzfrequenz und den Blutdruck und
verengen die Gefäße. Dadurch kommt es zu Mehrbelastungen für
das Herz.
2. Trinken Sie viel Wasser. Dehydration ist im Winter genauso
gefährlich wie im Sommer.
3. Tragen Sie mehrere Kleidungsstücke übereinander, so dass
sie warm genug angezogen sind, mit zunehmender Körpererwärmung
infolge des Schaufelns aber auch eine Schicht ablegen können,
ohne sich gleich vollständig zu unterkühlen.
4 Wärmen sie Ihre Muskeln auf. Gehen Sie 5 Minuten spazieren
oder treten Sie auf der Stelle. Machen Sie ein ausgiebiges
Stretching. Aufgewärmten Muskeln fällt die Arbeit leichter,
und Sie sind weniger anfällig für Verletzungen.
5. Wählen Sie die richtige Schaufel. Mit einer kleinen Schaufel
dauert es ein wenig länger, aber sie belasten sich weniger,
weil die geringere Schneemenge leichter zu schippen ist.
6. Fangen Sie langsam an und steigern Sie die Belastung während
des Schaufelns. Lassen Sie sich Zeit und machen sie wenn nötig
eine Pause.
7. Heben Sie die Last richtig, um Ihren Rücken zu schonen.
Beugen Sie nicht den Rücken, sondern die Knie. Spannen Sie die
Bauchmuskeln an, während Sie die Schaufel heben. Vermeiden Sie
Drehbewegungen. wenn Sie den Schnee zur Seite werfen, drehen Sie
Ihren ganzen Körper - nicht nur den Oberkörper - zu dieser
Seite.
8. Und vor allem: Hören Sie auf Ihren Körper. Stoppen Sie,
wenn Sie Schmerz empfinden.
Das nenne ich praktische Lebenshilfe, auch für Vietnam
Veteranen: "We offer our programs and facilities to all
persons, regardless of race, color, national origin, religion,
sex, disability, age, Vietnam era veterans status, or sexual
orientation" heißt es am Ende des zweiseitigen Flyers.
Danke dafür, danke.
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<27.01.05>
Hoyzer gesteht Manipulationen
Alle Medien, vom Fußball-Fachmagazin
bis hin zur rechten
und linken
Kampfpresse, berichten heute Sensationelles über den seit Tagen
schwelenden Schiedsrichter-Skandal: Der Hauptbetroffene
Schiedsrichter Robert Hoyzer hat "unter Tränen"
gestanden, Spiele für einen fünfstelligen Betrag manipuliert
zu haben.
Ich hatte bereits im Fußball-Weblog
die Frage aufgeworfen, wie jemand so dumm sein kann, für ein
paar tausend Kröten seine ganze Zukunft wegzuwerfen. Er hätte
als 25jähriger auf Jahre hinaus allein durch seine
Schiedsrichterei tausende von Euro pro Monat verdienen können,
sonstige Vermarktungsmöglichkeiten und seinen Hauptberuf nicht
einmal eingerechnet. Jetzt steht er vor einem Scherbenhaufen,
der ihn im günstigsten Fall zur persona non grata in Fußball
und Gesellschaft gemacht hat, ihm im schlimmsten Fall gar
strafrechtliche Sanktionen und Millionenschulden einbringen
wird. Und wenn ich dann noch höre, dass er sich als Kronzeuge
gegen seine Komplizen aus der Kroaten-Mafia angeboten hat, dann
möchte ich auch nicht in seiner Haut stecken.
Allerdings hat er auch etwas richtig gemacht, nämlich dieses frühe
Geständnis und sein Kronzeugen-Angebot. Ich denke, auf diesem
Wege wird alles schnell aufgeklärt werden können, und ein
Bundesliga-Skandal wie der Anfang der 70er Jahre, der sich Dank
der hartnäckigen Lügengeschichten von Klaus Fischer und
Konsorten über Jahre hinzog, könnte uns erspart bleiben.
Über das Spiel Oberhausen gegen Aue hatte ich ja auch schon im
Fußball-Weblog berichtet.
Ich hatte schon damals angesichts der unglaublichen Tore die
Meinung geäußert, dass dort manipuliert worden ist, und habe
jetzt nicht mehr den leisesten Zweifel daran. Die jetzt
losgetretene Welle wird die involvierten Oberhausener Spieler
als Lügner entlarven und ihnen wahrscheinlich ein ähnliches
Schicksal bescheren wie Hoyzer. Mitleid habe ich mit keinem von
ihnen, das muss ich ganz klar sagen. Ich meine eher, für diese
unglaubliche Dummheit sollte es noch einen Tritt in den
Allerwertesten zusätzlich geben.
Der viel beschriebene Image-Schaden im Vorfeld der WM ist
allerdings so oder so irreparabel. Es bleibt abzuwarten, wie
tief der Sumpf wirklich ist. Hoyzer will Ross und Reiter nennen:
Spieler, Schiedsrichter, Kroaten. Um es mit Rudi Assauer
(Spiegel-Zitat von heute) auszudrücken: "Erst wenn der
Schnee geschmolzen ist, sieht man die Kacke darunter."
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<26.01.05>
Nazi-Demos sollen eingeschränkt werden
Die Bundesregierung plant eine Gesetzgebungsinitiative zur
Einschränkung von Neonazi-Aufmärschen. Zahlreiche Berichte in
der Fachpresse befassen sich mit den Hintergründen, lassen
allerdings - verzeihlich, da an die Allgemeinheit gerichtet -
juristische Tiefe vermissen.
Kurz zum Inhalt: Nach einem Bericht
der SÜDDEUTSCHEN vom 25.1.05 sollen künftig per
Bundes-Rechtsverordnung Orte bestimmt werden können, „an die
Opfer einer organisierten menschenunwürdigen Behandlung
erinnern und als nationales Symbol für diese Behandlung
anzusehen sind“. An diesen "geschützten Bezirken"
sollen künftig generell Aufmärsche verboten sein. Darüber
hinaus will Innenminister Schily § 15 VersG ändern. Danach
sollen Demonstrationen verboten werden können, wenn zu befürchten
ist, dass dort NS-Gedankengut verbreitet wird. Ferner sollen
Widerspruch und Anfechtungsklage gegen eine Verbotsverfügung,
Auflage oder sonstige Beschränkung von Versammlungen keine
aufschiebende Wirkung mehr entfalten.
Ich finde, diese "Reform" ist ein gutes Beispiel für
Populismus. Juristisch ist sie eine überflüssige
Augenwischerei, denn
- schon jetzt genügen die in § 15 VersG enthaltenen
Tatbestandsmerkmale der "öffentlichen Sicherheit" und
"öffentlichen Ordnung", um nazi-verherrlichende
Kundgebungen durch Auflagen einzuschränken oder ganz zu
unterbinden, und
- schon jetzt können Versammlungsbehörden nach § 80 II Nr. 4
VwGO die sofortige Vollziehung ihrer Auflagen, Verbote und
Beschränkungen anordnen und auf diese Weise den Eintritt der
aufschiebenden Wirkung verhindern.
Die einzige Neuerung wäre dann die Einführung dieser
"geschützten Bezirke", nur
- kann auch dort schon jetzt eingeschritten werden, wenn es zu
den o.g. Verherrlichungen des NS-Regimes kommt und
- ist die CDU, welche die Mehrheit im Bundesrat hat, nach ersten
Stellungnahmen ausgerechnet gegen diesen Teil der
"Reform"
Wir bekommen also bestenfalls ein "Reförmchen" und
eine Klarstellung bzw. Vereinfachung des schon geltenden Rechts.
Möglicherweise geht der Schuss auch ganz nach hinten los, weil
man sich trefflich darüber streiten kann, wann "zu befürchten
ist, dass NS-Gedankengut verbreitet wird". Aktuelles
Beispiel: Würde der Leser dieser Zeilen die Demonstration unter
dem Motto "Wir gedenken der Opfer des alliierten
Holocaust" als solche ansehen? Wenn ja, welches
NS-Gedankengut genau wird dort verbreitet? Oder ist es nicht
vielmehr so, dass derartige Aufmärsche ihre Wirkung dadurch
erzielen, dass jedermann weiß, wessen Geistes Kind die
Teilnehmer sind, OHNE dass es explizit gesagt wird? Ich stelle
immer wieder fest, dass die Verwendeten Parolen lediglich
Andeutungen und Ähnlichkeiten enthalten, die
"Rechten" aber seit langem nicht mehr so blöd sind,
offen Führerkult zu betreiben oder die Judenverfolgung zu beschönigen
oder gar zu leugnen.
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<24.01.05>
NFL Champinship Games
In der NFL fanden heute Nacht die Championship
Games statt. In der AFC trafen mit Pittsburgh und New England im
vorweg genommenen Super Bowl die beiden besten Teams der Regular
Season aufeinander. In der NFC spielte Atlanta in Philadelphia.
Natürlich habe ich beide Spiele auf premiere live verfolgt.
Das NFC-Finale zwischen den Philadelphia Eagles und den Atlanta
Falcons war relativ langweilig. Vor dem Spiel herrschte eine
gewisse Spannung, weil die Eagles die letzten 3 Conference
Finals jeweils zu Hause verloren hatten, und nun wieder ein
Heimspiel anstand. Atlanta fand aber nie ins Spiel und verlor
glatt mit 10:27. Sie hängen einfach zu sehr von ihrem
Star-Quaterback Michael Vick ab, und wenn der einen so
schlechten Tag hat wie heute, dann steht man völlig auf
verlorenem Posten. Nicht ein Big Play, nicht ein Mal geführt.
Football lebt von der Spannung, und dieses Spiel war so spannend
wie die Formel-1 WM.
Das zweite Spiel versprach deutlich interessanter zu werden.
Pittsburgh hatte die Saison mit nur einer Niederlage beendet,
wobei ihr Starting Quaterback, Rookie Ben Roethlisberger, in
seiner ganzen Karriere noch kein Spiel verloren hatte, denn der
stand bei der erwähnten Niederlage nicht auf dem Platz. Auf der
anderen Seite verlor New England auch nur zwei Spiele, eines
davon ganz glatt in Pittsburgh. Ihr Quaterback Tom Brady hatte
aber noch überhaupt kein Playoff-Spiel verloren. Eine Serie -
die von Roethlisberger oder die von Brady - musste heute also
reißen. Brady hatte das bessere Ende für sich. New England
gewann aufgrund der größeren Erfahrung. Pittsburgh begann
gleich mit einer Interception, und obwohl die "nur" 3
Punkte kostete, agierte Roethlisberger anschließend irgendwie
gehemmt. Drei weitere Turnovers gaben den Ausschlag zugunsten
von New England - 41:27. Eine Demontage, obwohl Pittsburgh am
Ende mehr First Downs und mehr Yards aufzuweisen hatte. So ist
Football.
Footballspiele sehe ich mir zuweilen ganz gerne an. Ich kenne
die Regeln ganz gut, wenngleich nicht perfekt. Zur
Verdeutlichung: Ich könnte z.B. nicht sagen, welche Spieler den
Ball (also das Ei) berühren dürfen und welche nicht, aber ich
weiß immerhin, dass keineswegs jeder den Ball bekommen darf,
und die meisten Positionen bekäme ich wohl zusammen. Ein
tieferes Interesse werde ich mit einiger Sicherheit auch nie
entwickeln, denn der Sport hat gegenüber dem heimischen Fußball
einen ganz entscheidenden Nachteil: Die ewigen Unterbrechungen!
Man wird verrückt, wenn man mehr als die Hälfte der Zeit vor
Werbeeinblendungen sitzend verbringen muss. Die Amerikaner
wissen schon, warum sie sich die Spiele mit Vorliebe im Rudel
und mit viel Bier, Chips usw. ansehen. Sport läuft dort eher
beiläufig als Anlass, aber keinesfalls als Hauptsache eines
Kumpelabends.
Sehr zu loben sind die äußerst fachkundigen Kommentare auf
premiere. Wenn wir nur auch so gute Fußball-Kommentatoren hätten.
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<23.01.05>
Erster Eintrag
Ich habe mich entschlossen, meine Website ein wenig
umzugestalten. Das alte Design gefällt mir zwar nach wie vor
ganz gut, aber trotzdem hatte ich einig Gründe, mal etwas Neues
auszuprobieren.
Einer davon war die recht hohe Ladezeit der alten, durchgängig
mit Grafiken gestalteten Homepage. Ein weiterer lag darin, dass
man sich nach einiger Zeit an dem ganzen Erscheinungsbild doch
etwas Leid sieht.
Hauptgrund aber war, dass ich im Mai 2004 ein Fußball-Weblog
angefangen hatte, das mir jede Menge Spaß, aber auch jede Menge
Arbeit bereitet hat. Gerade während der Bundesliga-Winterpause
habe ich gemerkt, dass mir der Aufwand doch etwas zu viel wird.
Doch mehr als einmal habe ich das Weblog nur Dank der mir
eigenen Disziplin aktuell gehalten. Das ist nicht Sinn der
Sache, denn es soll ja in erster Linie Spaß machen.
Mir kam nun die Idee, Homepage und Weblog zu kombinieren. Das würde
mich von der Pflicht entlasten, täglich etwas Neues zum Fußball
schreiben zu müssen, und mir auf der anderen Seite den Freiraum
eröffnen, auch über andere Dinge zu berichten. Das Leben
besteht ja nicht nur aus Fußball.
Das Ergebnis ist nun diese Site. Ich werde sie regelmäßig
aktualisieren, aber sicher nicht täglich wie das Fußball-Weblog.
Selbiges lasse ich noch einige Zeit Online, werde es aber nicht
mehr pflegen. Ganz besonders herzlich möchte ich mich an dieser
Stelle bei allen, die dort regelmäßig vorbeigeschaut haben, für
ihr Interesse bedanken. In diesem Weblog wird es mit Sicherheit
auch des öfteren um Fußball gehen, ich hoffe also weiterhin
auf rege Teilnahme.
Die Kommentar-Funktion von Haloscan.com habe ich wieder in alle
Beiträge implementiert, obwohl mich das deutlich mehr aufwand
gekostet hat als zu Blogger-Zeiten, wo es mehr oder minder
automatisch ging. Ich möchte einfach die interaktiven Möglichkeiten
des Internets nutzen und jedem Leser die Gelegenheit zu Lob,
Kritik usw. geben. Über ein Feedback zum neuen Design würde
ich mich besonders freuen, natürlich auch über einen
Fehler-Report. Bugs gibt es bestimmt noch genügend.
Nicht mehr auf den neuen Seiten vertreten ist das Voting zu den
Rubriken (gewonnen hat meine Biografie - Hurra!). Ferner habe
ich die zahlreichen Rubriken, über die ich auf diesen Seiten
berichte, unter den Oberbegriffen "Sport" und
"Entertainment" zusammen gefasst, um die Übersichtlichkeit
zu erhöhen. Dadurch ergibt sich zwar die Notwendigkeit eines
zusätzlichen Klicks, um auf die gewünschte Seite zu gelangen,
aber dieser Aufwand erscheint mir zumutbar.
Also, ich wünsche allen Besuchern viel Spaß auf diesen Seiten!
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